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Kurz vor Botswana, ein Sturz, viel Polizei, Unwetter in der Karoo BERICHTE aus AfrikaPDF Print E-mail
Geschrieben von dennis
Tuesday, 10 October 2006
 Liebe Afrirad Leser,
es ist lange her das wir uns gemeldet haben. Genau vor 735,46 km. Es
ist viel passiert wir sind durch die grosse Karoo gefahren. Eine
Halbwueste doch leider war es nicht trocken sondern sehr kalt und
nass. Sechs Grad und Gegenwind haben uns viel abverlangt.
Landschaftlich gab es durch Berge immer wieder Abwechselung. So gab es
ein sehr schoenen Pass kurz hinter Outshoorn. Wir fuhren durch sehr
einsame Landschaften und oft waren die Orte nicht groesser als fuenf
Haeuser. Ueber hunderte Kilometer gab es nur eine Handvoll Farmen und
so gewoehnten wir uns an die einsamen Strecken. Die Groesseren Staedte
werden immer afrikanischer und die Townships teils mit Stacheldraht
abgezaeunt praegen mittlerweile das gesamte Stadtbild. So sahen wir in
Beaufort Wert die erste Schusswaffe. Vor einer Bank stand jemand
laessig mit einer Schrotflinte. Ob er ein Sicherheitsmann war oder ein
Bankraeuber war nicht sofort zu erkennen. Auch gibt es hier sehr viele
Polizeiautos. Wir wurden auch schon mal rausgewunken und mussten wie
in einem Verhoer erklaeren was wir hier machen. Der Verkehr wird
anspruchsvoller und die Strassen schmaler. So blieb auch ein Sturz
nicht aus. Aaron rettet sich vor einem Lastwagen und kam dabei auf dem
Schotter ins Schleudern und fiel knapp neben dem vorbeirasenden Wagen.
Mehrere Schuerfwunden wurden gesaeubert und desinfiziert.
Wir sind gerade in Fryburg bei dem ersten Hilfsprojekt auf unserer
Strecke und geniessen ein Ruhetag um uns alles genau an zu schauen.
Dieses Projekt unterstuetzt Kinder von Farmarbeitern, welche einen so
langen Schulweg haetten das sie nicht zur Schule gehen koennten. 300km
entfernt leben einige. Die Kinder koennen im Wohnheim wohnen und so
zur Schule gehen, denn Bildung ist die einzige Moeglichkeit nicht in
die Fussstapfen der Eltern treten zu muessen und haben die
Moeglichkeit selbst zu entscheiden. 130 Kinder werden hier mit Essen,
einem Bett und zusaetzlichen Lernmoeglichkeiten unterstuetzt.

Gruesse von Aaron und Dennis
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Postkarte an Zuhause: VryburgPDF Print E-mail
Geschrieben von Aaron
Tuesday, 10 October 2006

Unser Tag begann wie ueblich um 6.
Nachdem ich meinem Vater telefonisch zum Geburtstag gratulierte, stellten wir uns wie die Kinder zum Fruehstueck vor dem Speiseraum an.
Die neugierigen Blicke waren uns auch heute frueh wieder sicher.
So haben wir mit den Kindern gefruehstueckt, es gab Haferschleim, eine Tasse Milch, einen Apfel und zwei zart mit Marmelade und Butter bestrichene Toast-Sandwiches. Anschliessend haben wir uns in unserer "Wohnung" noch Muesli mit Joghurt "reingeschaufelt".
Am Buero-PC (Pentium 150) konnten wir schon mal die Pressemitteilung, den Newsletter und meine Tagebucheintraege tippen, was insgesamt ca. 3 Stunden gedauerte.
Als wir das alles auf Diskette hatten ging es fuer weitere 3 Stunden ins Internetcafe und zum Einkaufen.
Zurueck im Wohnheim reparierten wir die Raeder vor den interessierten Augen vieler Kinder.
Zum Abendbrot haben wir mit den Kids eine Pampe aus Bohnen, Mais und Knochen mit Fleisch gegessen. - Da fuehlte ich mich an den Chevee Chase-Film erinnert, wo er ohne es zu wissen den Rekord im Schafshodenessen aufstellt. - Bei der Haelfte kapitullieren wir und gaben unsere Teller Kindern, denen es deutlich besser schmeckte.
Das Abendprogramm bestand aus einer Art Chorprobe, bei der ich mich nach laengerem Zuhoeren zum Mitsingen entschloss. Auch hier konnte ich wieder aus meinem Gospelchorrepertoire schoepfen und es kamen Klassiker wie "My Life Is In Your Hands" und "All Heaven Declares". Ich war schon beeindruckt, dass trotz der grossen Entfernung von Zuhause die Versionen der Songs ziemlich identisch waren.
Natuerlich wurden auch Songs in Afrikaans und Setsuana gesungen.
bei einem Bierchen und zwei Bratwuersten aus unserer Kueche klang der Tag aus.


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