
| Tansania - Informationen |
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| Thursday, 23 February 2006 | ||||||
Seite 2 von 4 Renovierung und Unterstützung des Don Bosco Jugendzentrums in Dar es Salaam, Tansania
In Dar es Salaam/Upanga Area unterhalten die Salesianer Don Boscos seit 1985 ein Jugendzentrum für Kinder und Jugendliche aus ärmsten Familien. Tansania zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Human Development Report führt Tansania mit einem HDI von 0,418 an 164. Stelle von insgesamt 177 Ländern auf. Die Wirtschaft hängt sehr stark von seiner Landwirtschaft ab, die 50 % des BSP und 85 % der Exporte ausmacht. Vor allem in der stark wachsenden Metropole Dar es Salaam manifestiert sich Armut und die defizitäre Basisversorgung der breiten Bevölkerung. Laut einer Studie zur Armutsentwicklung (REPOA 1997) soll sich die aktuell geschätzte Einwohnerzahl von 3 Mio. innerhalb der nächsten zehn Jahre verdoppeln. Auf der Grundlage der lokalen Entwicklungsmöglichkeiten ist von einer Verschärfung der Lage hinsichtlich Ressourcenverteilung und Lebenschancen auszugehen. Insbesondere an der städtischen Jugend werden die negativen Effekte von Modernisierung und sozialem Wandel deutlich. Mit der vermeintlichen Modernisierung der Lebensstile werden Kinder und Jugendliche aus der elterlichen Fürsorge und dem tradierten Erziehungssystem freigesetzt. Der Verlust von Rollenbildern wirkt sich negativ auf das Wertesystem der Jugendlichen aus, deren Identität nun wesentlich von Massenmedien und fremden Kulturen beeinflusst wird und sich etwa in einem Anstieg an Jugendkriminalität, ungewollten Schwangerschaften, Abtreibungen und der starken Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten wie HIV/AIDS niederschlägt. Diesen Herausforderungen begegnen die Salesianer Don Boscos mit vielen Maßnahmen der Jugendarbeit und Bewusstseinsbildung seit über 20 Jahren in dem eigens hierfür errichteten Jugendzentrum, u.a. mit dem Ziel der Förderung produktiver und konstruktiver Einstellungen sowie der Bestärkung zur eigenverantwortlichen Lösung ihrer Probleme in Form von:
Darüber hinaus dienen die Räumlichkeiten des Jugendzentrums weiteren individuellen und gemeinschaftlichen Aktivitäten:
Aufgrund der starken Schäden in der Bausubstanz konnten einige Aktivitäten nicht weiter fortgeführt werden. Für eine Fortführung des schulischen, kulturellen und sportlichen Programms des Zentrums ist eine Renovierung des Jugendzentrums von größter Wichtigkeit. Schäden entstanden durch Korrosion u.a. infolge hohen Salzgehalts in der Luft. Zahlreiche Löcher in den Wänden und im Dach beeinträchtigen eine Nutzung insbesondere bei Regen. Renovierungsmaßnahmen sind dringend geboten, nicht zuletzt aufgrund der großen Bedeutung des Jugendzentrums für die lokale Bevölkerung, die sich zum einen aus dem städtischen Kontext Dar es Salaams und den daraus resultierenden Herausforderungen und zum anderen aus der Nutzungsweise der Einrichtung ergibt. Die Instandsetzung des Jugendzentrums kommt primär den Jugendlichen der näheren Umgebung des Zentrums zu Gute. Da sich die Arbeit des Zentrums an Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichem ethnischem und soziokulturellem Hintergrund richtet, wird die Gruppe der Nutzer auf mehr als 400 geschätzt. Einen indirekten Nutzen erhofft man sich auch für die lokale Bevölkerung etwa infolge einer Steigerung wirtschaftlicher Aktivität der Jugendlichen und einer sinkenden Kriminalitätsrate. Die Kosten belaufen sich auf rund 20.000 Euro. Aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen vor Ort wird die Eigenleistung in Form von Arbeitsleistungen in den hierfür möglichen Arbeitsprozessen erbracht. Unter Berücksichtigung des bisherigen Wirkungserfolgs und der nun vorliegenden Sachlage, fördert Don Bosco JUGEND DRITTE WELT die Renovierung des Don Bosco Jugendzentrums in Dar es Salaam. Quelle: Projektbeschreibung von Don Bosco - JUGEND DRITTE WELT
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