
| die Sudanesische Botschaft und ihre halbtags angestellten Monopolisten |
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| Wednesday, 07 February 2007 | |
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Sorry no translation so far! Als der angebliche Botschaftsmitarbeiter bis halb 10 nicht, wie versprochen, anrief, ging ich nochmals zur Botschaft des Sudan um einen neuen Antrag für ein Transitvisum abzugeben (Plan B). Der Typ war natürlich nicht da. So ging ich wieder dreist, an der Schlange vorbei, zum Tor und wurde eingelassen. Eigentlich könnte ich mich jeden Tag über negativen Rassismus mir gegenüber (Bettler, Ferenji-Rufe, höhere Preise) beklagen aber manchmal bin ich auch froh anders behandelt zu werden, wie heute. Ich glaube als gewöhnlicher Schwarzer kann man die Botschaftsbesuche fast als hauptberufliche Tätigkeit angeben. Hier traf ich auch gleich ein holländisches Paar wieder, das ich schon gestern hier sah, das gleiche Problem wie ich hat und auf gleicher Strecke wie unterwegs ist. Allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie sind nur einen Tag vor uns in Kapstadt gestartet und bekamen wenige Minuten später ihre Visa. Also bestand noch Hoffnung für mich... Ich füllte erneut einen Antrag aus, heftete alle geforderten Unterlagen an. Nachdem ich noch eine erfundene Adresse in Addis eintragen musste, bekam ich diverse arabische Kritzel auf mein Formular und wurde damit zum Kassierer geschickt. Der erlaubte sich aber, was nur Monopolisten können und war einkaufen. Also hieß es wieder warten, bis man mir sagte, dass jetzt Mittagspause sei und ich bitte um 3 wiederkommen solle. Nach der Mittagspause war ich pünktlich am Tor und warte wieder eine viertel Stunde vor dem Tor. Der Soldat aus der Papphütte davor stieg auf dem Zaun und rief unter anderen auch das Zauberwort "Ferenji" und bald öffnete sich das Tor. Der Monopolist war offenbar zurück vom shoppen (wahrscheinlich war schon zum Mittagessen wieder da) und er legte meine Dollarscheinchen (61$) zu vielen anderen in seinen aufgeklappten Aktenkoffer. Mit der Quittung angetackert ans Formular ging ich zur nächsten Instanz und durfte mir wieder ein "Tomorrow..." sagen lassen. Offenbar war auch im Visum-Büro wirklich niemand zu Gange. Vielleicht hat man ja die Stellen der Botschaftsmitarbeiter auf Halbtagsstellen gekürzt, weil sie so ineffizient arbeiten. Auf dem Heimweg von der "Arbeit" kaufte ich mir einen Lötkolben und konnte meine technische Ausrüstung wieder reparieren bevor ich zur Chorprobe verschwand. Diese war wieder Balsam für die Seele nach all dem Behördenstress. Offenbar hat sich der Chor auch sehr über meine Anwesenheit als Bass Nummer Zwei gefreut, so dass im Spaß mit dem Gedanken gespielt wurde mir bei der sudanesischen Botschaft Steine in den Weg zu legen, damit ich dauerhaft zum Chor komme. |
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